Archiv für das Jahr 2010

Weihnachtsfeier im Kaisersaal Erfurt – mit Casino!

Sonntag, 19. Dezember 2010

Wieder einmal waren wir im historischen Kaisersaal in Erfurt zu Gast.  Aufmerksame Blog-Leser wissen ja bereits, wie gern wir hier auftreten und auch dieses Mal war es eine rundum gelungene Veranstaltung. Der Anlass war diesmal die Weihnachtsfeier des Autohauses Gitter aus Erfurt und hierfür hatte sich die Geschäftsleitung etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Nach dem Abendessen durften die Gäste einmal „Casino-Luft“ schnuppern und in den Räumlichkeiten des Kaisersaals nach Herzenslust zocken. Obwohl alles für die Gäste gratis und ohne eigenen Spieleinsatz war, bot das Ganze dennoch eine gehörige Portion Nervenkitzel. Die Spiele Poker, Black Jack und Roulette wurden angeboten und von den Gästen auch ausgiebig genutzt.

Casino-Feeling im historischen Kaisersaal!

Die Spieler, die den kühlsten Kopf bewahrt haben (allesamt Frauen!), wurden anschließend auf der Siegerehrung vorgestellt und erhielten als Gewinn noch eine Aufmerksamkeit vom Kaisersaal, wie etwa eine gute Flasche Wein oder ein Pokerset für Zuhause. Danach konnte dann endlich nach Lust und Laune getanzt werden, bis dann gegen 1:30 Uhr die Veranstaltung langsam ausklang.

Eine wirklich außergewöhnliche Weihnachtsfeier mit wunderbaren Gästen und dem gewohnt spitzenmäßigen Service vom Kaisersaal-Team! Ein besonderer Dank auch an dieser Stelle einmal an die Mitarbeiter der Technik, die uns immer ein atemberaubendes Licht zaubern, uns auch sonst viel Arbeit abnehmen und uns so jeden Auftritt so angenehm wie möglich machen. Also: Vielen Dank und macht weiter so, wir freuen uns schon auf’s nächste Mal…

Geburtstagsfeier im 20er-Jahre-Look

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Das war auch für uns mal wieder etwas Besonderes: Auf dieser Geburtstagfeier auf Schloss Friedrichstein in Bad Wildungen erschienen zu unserer Überraschung alle Gäste im 20er-Jahre-Look. Man hatte sich mit den Kostümen und Kleidern viel Mühe gegeben, das sah wirklich alles sehr stilecht aus! Und gepasst hat es zu dem wunderschönen barocken Saal allemal! Schloß Friedrichstein gefällt uns sowieso sehr gut, wir haben hier bereits einmal im April 2010 gespielt, obwohl es da eigentlich noch gar nicht eröffnet war. Der Saal ist wirklich ein Traum, der Stuck und das große Gemälde an der Decke sehen einfach super aus. Dazu das freundliche Personal und das unglaublich leckere Essen vom Team des „Grischäfer“ lassen keine Wünsche offen. Hier kann man auch ungestört bis tief in die Nacht feiern, und so war es dann auch kurz vor 3 Uhr, als unser letztes Lied verklungen war. Aber nicht nur wir haben alles gegeben – nein, auch die Gäste waren wirklich außergewöhnlich tanzwütig. Gleich beim gewünschten Eröffnungstanz des Abends („I feel good“ von James Brown) haben nahezu ALLE Gäste die Tanzfläche gestürmt und bis zum Ende nicht wieder verlassen. Das ist auch für uns nicht alltäglich und wir können nur sagen:  „Respekt – und vielen Dank für diesen tollen Abend!“

Weihnachtsfeier in Süd-Thüringen

Dienstag, 14. Dezember 2010

Am 10. Dezember 2010 hatten wir wieder einmal das Vergnügen zu viert aufzutreten, also mit unseren beiden Sängerinnen Anne und Cita. Das letzte Mal gab es diese Konstellation ja vor einem Jahr, im Rahmen unserer Saudi-Arabien-Tournee. Wir freuten uns alle riesig, daß wir wieder einmal zusammen spielen konnten. Die Gelegenheit dazu bekamen wir durch die Firma Werra Papier GmbH, die uns als Quartett gebucht hatte. Die Weihnachtsfeier fand in Wernshausen statt, einem Ortsteil von Schmalkalden in Süd-Thüringen. Nach einer (insbesondere für Cita) recht abenteuerlichen Anreise durch Schnee und Eis konnte es nach einer kurzen Ansprache des Geschäftsführers dann doch pünktlich losgehen. Es war für uns ein Riesenspaß und es hat sich wieder einmal gezeigt, daß die Besetzung als Quartett doch etwas ganz besonderes ist. Solch zwei stimmgewaltige Sängerinnen gibt es garantiert nicht in vielen Bands zu erleben und wir sind froh, daß wir sie mit ins Boot holen konnten! Doch nicht nur wir, sondern auch das Publikum hatte viel Freude an dem Abend und ist bedingungslos allen Aufforderungen Citas zum Mitsingen nachgekommen 🙂

Hier ein paar Bilder:

Hochzeit im Schlosshotel „Prinz von Hessen“

Mittwoch, 08. Dezember 2010

Auch jetzt im Winter gibt es natürlich Menschen, die „ja“ sagen und heiraten. Und somit kommen wir neben den ganzen Weihnachtsfeiern auch wieder ab und zu in den Genuss,  auf unserem Spezialgebiet tätig zu sein: den Hochzeiten! Eine besonders schöne war die im 5-Sterne-Haus „Schlosshotel Prinz von Hessen“ in Friedewald. Neben der Ruine der Wasserburg Friedewald gelegen und wunderschön restauriert, hat man hier oft das Gefühl, jeden Moment kommt ein Ritter oder ein Fürst um die Ecke.

Die verschiedenen Räumlichkeiten machen dieses Hotel zum idealen Veranstaltungsort für eine Hochzeit: Es gibt mehrere kleine Räume, die z.B. zum Standesamt unfunktioniet werden können, es gibt auch eine kleine Scheune, in der die Zeremonie etwas rustikaler gefeiert werden kann und natürlich mehrere Veranstaltungssäle.  Diese Hochzeit fand im Rittersaal statt, der neben ausreichend Platz für über 100 Personen auch eine große Bühne für unsere Band bot.

Wir waren mit unserer Sängerin Anne engagiert und starteten mit Dinnermusik. Die Kombination aus Menü und Buffet war laut den Gästen phänomenal lecker, so daß bis 23 Uhr gegessen und geschlemmt wurde. Auch für diese verhältnismäßig lange Zeit haben wir genug Titel dabei und spielten „Zuhör-Musik“ von Billy Joel, Norah Jones oder auch Bruce Hornsby. Kurz nach 23 Uhr war es dann soweit und das Brautpaar eröffnete den Tanz zum Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauß – natürlich mit Violine. Danach wurde getanzt, gerockt und mitgesungen, bis wir gegen 3.45 Uhr den letzten Titel anstimmten. Wir danken dem Brautpaar und allen Gästen für die tolle Stimmung und die vielen netten Worte!

Bis zum nächsten Mal im Schlosshotel Prinz von Hessen, wir kommen gerne wieder!

Boxen-Test: Seeburg – KS Audio – Thomann – KME

Montag, 22. November 2010

Dieser Blogeintrag ist einmal für alle Musiker und Bands gedacht, die das Internet nach Vergleichen, Tests und Meinungen zu aktiven PA-Boxen durchsuchen. Wir selbst wollten uns schon lange eine vernünftige PA (für 50 – ca. 300 Personen) kaufen und haben zunächst auch das Internet nach Meinungen und Testberichten durchforstet. Aber das Beste ist natürlich immer: selbst anhören. Unser erklärter Lieblingsmusikladen Thomann ist aber leider ein ganzes Stück entfernt von uns und außerdem hatten wir schon einmal das Erlebnis, daß eine im Vorführraum als toll empfundene Box dann unter Realbedingungen nicht überzeugt hat. Wir wollten uns also nicht nur den Tagesausflug sparen, sondern auch in einem kleinen Saal testen, der akustische Ecken und Kanten hat und nicht so perfekt klingt wie ein akustisch optimierter Vorführraum.

Aus verschiedenen Gründen, die wir uns hier ersparen aufzuzählen, kamen die folgenden Kandidaten zum Einsatz:

1. 2x Seeburg acoustic line TSM 12 dp & 1x TSM Sub dp+

2. KS Audio Sat 3.0

3. KME Versio VL 750

4. Thomann the box PA302 A

Die Thomann Box war jahrelang unser Topteil. Eigentlich nur als Notlösung gekauft haben wir sie dann doch über 6 Jahre zusammen mit einem Seeburg 12-Zoll Subwoofer betrieben. Die Box klingt für den Preis (259,- Euro) wirklich sensationell. Aber so richtig super gut eben auch nicht und uns war klar, daß wir irgendwann etwas „amtliches“ brauchen. Daher nun im November 2010 unser Test mit 3 anderen hochwertigen Audiosystemen.

Um es kurz zu machen, hier unser (ganz persönliches und subjektives) Fazit:

1. Die Seeburg Topteile haben uns nicht überzeugt. Allein schon das umständliche Handling mit der Lautstärke Regelung – kein Drehregler, sondern Taster, mit denen man aus 4 Presets (-6, -3, 0 und +3 dB) auswählen kann. Der Klang war nicht schlecht, allerdings hatten wir immer das Gefühl, als hätte jemand Watte in die Box gestopft. Klarheit und Brillianz in den Höhen hat uns doch deutlich gefehlt. Mit etwas EQ am Pult wurde es besser, aber wir finden, daß eine Box, die einen Ladenneupreis von ca. 2500,- Euro (pro Box!) hat, muss auch ohne Eingriffe am EQ gut klingen. Was uns gefallen hat: Gewicht mit 21kg noch angenehm und die Griffe oben an der Box sind auch praktisch. Allerdings wäre zumindest ein seitlicher Griff noch sinnvoll gewesen, denn wenn man die Box auf einen Ständer heben will, gestaltet sich das ohne einen Griff an der Seite etwas schwierig.

Den Subwoofer dagegen finden wir vom Klang her toll, angenehm leicht, abgrundtiefer und trockener Bass. Zwar das gleiche Problem mit dem nicht vorhandenen Laustärke-Regler, aber das können wir verschmerzen.

Seeburg acoustic line TSM sub dp+

TSM Sub & TSM12

Hier die Rückseite der TSM12, keine Lautstärke-Regelung

Das Anschlussfeld des Subs: leider nur ein Eingang

2. Die KS Anlage klingt super, allerdings könnte sie nach unserem Geschmack ein klein wenig „mittiger“ sein. Sehr tiefer Bass und kristallklare Höhen und dazwischen gibt es irgendwie ein kleines Loch. Aber das ist wirklich auf hohem Niveau gemeckert, der Grundsound ist nämlich wirklich spitze! Was uns nicht so gefällt ist, daß alles im Bass sitzt, alle Endstufen und die gesamte Elektronik. Wir hatten den Fall schonmal, daß uns unsere damalige Bassbox kaputt ging, wir konnten aber immerhin mit den Topteilen die Veranstaltung zu Ende bringen. Wenn der Bass der KS den Geist aufgibt, gehen entweder die Topteile gar nicht mehr (wenn die Endstufen defekt sind) oder man muss ohne Bass weiterspielen, was allerings bei den beiden 10“-Boxen dann wirklich nicht mehr so berauschend klingt. Top: Das Gewicht der passiven Topteile natürlich wunderbar niedrig, nur 10 kg. Der Bass mit 30kg schon deutlich schwerer, sollte man dann besser zu zweit tragen.

Der KS-Bass von hinten

Die komplette KS Audio Sat 3.0

KS-Bass von vorn

KS-Bass von vorn

3. Nun die beiden KME-Topteile, getestet Fullrange und im Verbund mit dem Seeburg Subwoofer.Wir hatten früher schonmal 2 KME Monitor-Boxen, die wir aus der Not heraus mal zu PA-Boxen umfunktioniert haben. Das klang zusammen mit einem Sub damals richtig gut und war für uns der Grund, daß wir zu unserem Test auch KME hinzugezogen haben. Die Versio VL 750 überrascht mit einigen durchdachten Details, wie einem kippbaren Hochständerflansch oder einem eingebauten Delay, wenn man sich doch mal eine Delayline bauen muss. Die Box liefert 750 Watt und ist deutlich größer als alle anderen Boxen im Test. Allerdings bleibt das Gewicht dank der komplett digitalen Technik bei erfreulichen 21kg. Und der Klang? Absolut spitze, genauso haben wir uns das eigentlich vorgestellt: brilliante Höhen, durchsetzungsfähige Mitten, die aber nicht plärren und ein erstaunlicher Bass. Das klang fast nach zugeschaltetem Seeburg-Subwoofer, aber der war nicht an. Man kann sich 4 Presets programmieren und so haben wir uns gleich ein Preset gebastelt, daß bei 100 Hz die Bässe rausnimmt. Man kann noch mehr programmieren, EQs, Limiter, Delayzeiten usw., aber für’s Erste reicht uns die Bassabsenkung. Wenn man mal richtig Dampf machte, waren die KME-Boxen die Einzigen, die auch bei sehr hoher Lautstärke noch einen angenehmen Klang produziert haben. Einziger Wehrmutstropfen: Der Hochständerflansch ist nicht so tief wie bei anderen Boxen, dementsprechend geht der Boxenständer nicht so weit hinein und dadurch ist das Ganze etwas instabil und wackelig. Aber dafür werden wir sicher dann eine Lösung finden. Wir behalten auf jeden Fall die KME Versio VL 750 und betreiben sie zusammen mit dem Seeburg Bass.

KME Versio VL 750

...und die Rückseite

4. Last but not least:

unsere gute alte PA302 A! Die bei weitem preisgünstigste Box hat sich wacker geschlagen. Immer wieder mussten wir feststellen, daß die Box erstaunlich gut klingt. Ja, sie wird schnell plärrig und die brillianten Höhen bringt sie auch nicht so recht, aber grundsätzlich ein ausgewogener Klang. Für den Preis echt ein Knaller. Wir werden auf jeden Fall unsere beiden alten PA302A behalten, denn es gibt immer mal Gelegenheiten, bei denen man noch eine oder zwei extra Boxen braucht, sei es für eine Delayline oder einen zweiten Raum, der beschallt werden muss.

Die Thomann-Box PA302 A

...und die Rückansicht

Übrigens: Alle Boxen waren einwandfrei verarbeitet und bis auf die nicht ganz so schicke Thomann-Box auch wirklich edel anzusehen und auf jeden Fall „Gala-tauglich“.

Wir hoffen, wir konnten mit diesem kleinen Vergleichstest dem einen oder anderen Leser weiterhelfen. Es bleibt natürlich unser persönlicher subjektiver Eindruck und im Zweifelsfall hilft es alles nix, dann heißt es zum Händler des Vertrauens fahren und persönlich antesten und -hören.