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häufig gestellte Fragen

Take Two & The Ladies in Saudi Arabien
 

       
 
Reisebericht Saudi-Arabien-Tournee Nr. 2, November 2009
Man könnte meinen, daß es für unsere Band „Take Two“ nun schon fast normal ist, ins ferne Saudi-Arabien zu reisen. Doch weit gefehlt! Vor unserer mittlerweile vierten Reise in das Königreich waren wir wieder sehr aufgeregt, gespannt und gleichzeitig voller Vorfreude. Es ist doch immer wieder etwas ganz Besonderes! Und da die Auftritte im April mit unserer Sängerin Cita Jorde so außergewöhnlich gut angekommen sind, setzten wir dieses Mal noch einen drauf: Auch unsere zweite Sängerin Anne-Katrin Hoffmann begleitete uns in die Wüste und somit traten wir in Riad als „Take Two & The Ladies“ vor das internationale Publikum. Es war unser erster offizieller Auftritt zu viert, und das gleich vor über 650 geladenen Gästen aus über 20 Nationen. Eine echte Weltpremiere :-)
Insgesamt waren wir 13 Tage unterwegs, die wir unmöglich alle im Detail wiedergeben können. Daher hier nun unser Reisebericht, der unsere persönlichen Höhepunkte widerspiegeln soll:
Nach einer etwas längeren Anreise als sonst, mit knapp 11 Stunden Aufenthalt in Istanbul, kamen wir gegen 2.30 Uhr Ortzeit wohlbehalten in Riad an. Cita hatte noch Ihre Abaya vom letzten Mal und Anne hatte eine von der Deutschen Botschaft geschickt gekommen (Danke Tanja!), so daß die Passkontrolle problemlos verlief und wir nach wenigen Minuten den Flughafen verlassen konnten. Botschaftsmitarbeiter Ralf, Stefan und Mohammed (dank ihm ging das mit den Pässen so schnell, super!) holten uns wieder ab und die Wiedersehensfreude war entsprechend groß. Wir bemerkten auch gleich die angenehmen 25 Grad, die es nachts noch hatte und dachten nicht ohne eine gewisse Schadenfreude an unsere Lieben zu Hause :-)
 

 
Untergebracht wurden wir in einem Haus im Diplomatic Quarter (DQ), welches Sebastian und René noch von Ihrer Reise im November 2008 her kannten, diesmal leider ohne die netten Nachbarn. Nach einer Mütze voll Schlaf fuhren wir dann am nächsten Tag zunächst zur Botschaft, um dort nachzuschauen, ob noch alles am rechten Fleck und die Technik unbeschadet angekommen ist. Dort gab es dann ein Wiedersehen mit den HODs und die neuen, wieder äußerst netten Kollegen, wurden uns vorgestellt. Auch unser Lieblingstechniker Mr. Asoka durfte nicht fehlen und er berichtete uns gleich von seinen neuen Boxen und neuen Kabeln, die er gekauft habe.
Doch noch hatten wir einen Tag Zeit bis zu unserem ersten Auftritt und so ließen wir bei einem ersten ausgiebigen Sonnenbad den Stress der Anreise von uns abfallen. Anschließend fuhren wir mit unserem Freund Franky zum mittlerweile erklärten Lieblingsrestaurant der Band, zu Al-Maida. Da es allerdings ein Lokal nur für Männer ist (es gibt keine Family-Section und daher haben Frauen keinen Zutritt) und unsere beiden Sängerinnen ja auch etwas von den arabischen Köstlichkeiten haben sollten, ließen wir uns alles einpacken und speisten bei Franky zu Hause zusammen mit seiner lieben Family. Es war wie erwartet ein überaus köstliches Mahl und es sollte nicht das letzte kulinarische Highlight unsere Reise sein…
 
  Haus im DQ Mr. Asoka
     
  Sonnenbad Essen bei Franky
   
 

Der nächste Tag wartete mit einigen Premieren auf uns: Es sollte unser erster Auftritt in unserer neuen Vierer-Besetzung werden, wir würden erstmalig dreizehn neue Stücke spielen, die wir extra für diese Konzertreise einstudiert hatten – und auch die Besucherzahlen ließen einen neuen Rekord erwarten. Über 600 Gäste waren bereits angemeldet und viel mehr konnte man auch nicht zulassen, da noch mehr Besucher einfach keinen Platz gehabt hätten. Aus vertrauenswürdiger Quelle wissen wir aber, daß gern über 1000 Leute gekommen wären – unser guter Ruf scheint uns vorauszueilen. Wir freuten uns sehr darüber, obwohl sich auch so langsam ein wenig Anspannung aufbaute: Werden die neuen Stücke gut ankommen? Spielt die Technik mit? Werden die 4-stimmigen Passagen gut klappen? Man weiß ja nie, ob man die hohen Erwartungen auch letztendlich erfüllen kann.
   
  Auftritt Botschaft   Party Deutsche Botschaft
   
 
Um es vorweg zu nehmen: Wir konnten! ;-) Es war wieder einmal ein rauschendes Fest, dessen einmalige Atmosphäre unter freiem Himmel wir mit Fotos und Beschreibungen nur schwer einfangen können. Der Abend begann zunächst mit einem Dinner, diesmal vom Restaurant des Al Faisaliyah Towers, auch Globe genannt. Nach einem Set mit entsprechender Dinnermusik gingen wir direkt zu Tanz- und Partymusik über, wodurch sich die Tanzfläche innerhalb von wenigen Takten füllte – darauf schienen alle gewartet zu haben. Richtig ausgehungert kam uns das tanzwütige Publikum vor :-) Da man schließlich doch über 650 Gästen den Einlass gewährt hatte, platzte die Tanzfläche nahezu aus allen Nähten, was unsere Sorgen davon wehen ließ. Unsere neue Besetzung als „Take Two & The Ladies“ harmonierte, es wären wir nie anders aufgetreten und die neuen Stücke erwiesen sich als echte Volltreffer. Besonders das orientalische angehauchte „Kiss Kiss“ von Tarkan kam super gut an und musste mehrmals von uns gespielt werden. Aber auch mit den Songs von Shakira, Madonna und den Black Eyed Peas trafen wir genau den Nerv des Publikums, das auch dieses Mal nicht nur aus Deutschen und Saudis bestand, sondern sich aus über 20 Nationen zusammen setzte. Der teilweise nicht enden wollende Jubel am Ende jedes Stückes machte uns sehr glücklich und so feierten wir mit den Gästen bis zur Sperrstunde kurz nach 1 Uhr. Unendlich froh und auch ein wenig erschöpft gaben wir noch einige Autogramme, standen für Fotos zur Verfügung und führten noch etliche Gespräche bis tief in die Nacht hinein. Wie immer saßen wir im Anschluss noch ein wenig zusammen und ließen den Abend mit den Botschaftsmitarbeitern ausklingen.
 
Botschaftsmitarbeiter
 

 
Unser nächster Auftritt sollte dann in der kommenden Woche stattfinden, so daß wir nun 6 Tage in Folge Freizeit hatten. Wie auch schon bei unserem Besuch im April war man stets um unser Wohl bemüht und es gab eine Menge zu erleben, von dem wir hier nur einen winzigen Auszug geben können. Highlight war wieder einmal unsere Wüstentour mit den Quads, darauf freuten wir uns schon seit unserer Ankunft! Zusammen mit den Kollegen aus der Botschaft und unserem Guide Inal und seiner Familie machten wir dieses Mal einen Ausflug zur großen Düne. Dies bedeutete für unsere 15 Personen zählende Gruppe allein eine 2-stündige Hinfahrt. Besonders für Anne, die noch niemals auf einem Quad gesessen hatte, war es natürlich eine große Herausforderung. Doch wir Jungs müssen neidlos zugeben, daß sie sich als sehr geschickt erwiesen hat, sie fuhr souveräner als wir auf unserer ersten Tour. Als wir schließlich die große Düne erreichten und sie mit unseren Quads erklommen hatten, verschlug uns die atemberaubende Aussicht von dort oben fast die Sprache. Obwohl es eigentlich nur Sand zu sehen gab, konnten wir nur noch staunen. Wir machten einige Fotos und Inal und seine Kids Yonca und Dennis zeigten uns, wie man RICHTIG Quad fährt – sehr beeindruckend :-)
   
  Quadtour   Musiker vor dem Zelt
       
  Quads in der Wüste   Musiker im Sand
 
 
Bei unserer Rückfahrt kamen wir an einigen Beduinen mit Kamelherden vorbei, die wir uns gerne einmal aus der Nähe angesehen hätten. Verständlicher Weise sind Beduinen aber etwas zurückhaltend, wenn 15 Quads mit lauter „Weißnasen“ auf sie zugefahren kommen. Doch was wären wir ohne Inal? Der schwäbische Türke spricht fließend arabisch und konnte mit wenigen Sätzen den einheimischen Wüstenbewohner davon überzeugen, daß wir ungefährlich sind und nur einige Fotos machen wollen. Überraschender Weise durften wir uns sogar auf eines seiner Kamele bzw. Dromedare setzen, das war ein äußerst wackeliger Spaß :-) Nach 5 Stunden war unser Ausflug beendet und wir ehrlich gesagt ziemlich kaputt… Das Fahren auf dem welligen und unberechenbaren Wüstenboden ist sehr anstrengend und verlangte uns in Händen und Unterarmen einiges an Kraft ab. Wir dachten nun, daß wir jetzt zurück ins DQ gefahren werden, doch Inal sagte „Jetzt gibt’s Hot Dogs“. Was, hier in der Wüste? Wo denn? Ehe wir uns versahen, zauberte er zusammen mit seiner Frau Gülay einen Tisch und einige Stühle aus seinem Auto, einen Gaskocher und Baguettes und im Handumdrehen saßen wir einer gemütlichen Runde beisammen und ließen uns Hot Dogs und türkische Pizza schmecken. Das war nach dieser Tour auch genau das Richtige für uns! Danke Inal & Gülay, das war wirklich großartig!
 
  Beduinen   6 Kamele
       
  Dromedar   Campen in der Wüste
   
  Hot Dogs
   
 

Es gab in den nächsten Tagen für uns aber noch viel mehr zu erleben: Wir waren zum „High Tea“ im Al Faisaliyah eingeladen und genossen neben den leckeren Häppchen auch wieder einmal die atemberaubende Aussicht. Später waren wir auch noch auf der Skybridge des Kingdom Towers, dessen Aussichtsplattform noch etwas höher liegt und dort gibt es nach René’s Meinung auch noch den leckersten Schoko-Milchshake der Welt.
 
  Rene und Anne im Globe   Riad bei Tag
       
  Riad Ausblick   Al Faisaliyah
       
  Riad bei Nacht   Shake
       
 
 
Außerdem besuchten wir dann noch eine Auto- und Motorrad-Rennstrecke mitten in der Wüste und natürlich waren wir shoppen in den riesigen Malls. Hier kann man schon mal vergessen, daß man sich gerade Saudi-Arabien aufhält, es erinnert alles mehr an Amerika. Aber man wird auch immer wieder daran erinnert, wo man sich gerade befindet: So gibt es in Bekleidungsgeschäften keine Umkleidekabinen, diese sind nicht erlaubt. Unsere Sängerinnen und auch wir mussten also ein Kleidungsstück erst kaufen und entweder auf der Toilette oder zu Hause anprobieren und dann umtauschen, wenn es nicht gepasst hat. Eine für uns recht umständliche Vorschrift… Doch auch andere Begebenheiten erinnern uns daran, daß wir uns im muslimischsten Land überhaupt aufhalten: In einem Elektromarkt wurde unser Band-Küken Anne von einem Religionswächter (sog. Mutawa) lautstark aufgefordert, daß sie Ihre Haare bedecken soll. „Cover your hair“ fuhr er sie recht harsch an, obwohl uns gesagt wurde, daß dies für Ausländer wie uns nicht gilt und das Tragen der Abaya ausreichend sei. Genau genommen hätte der Mutawa Anne gar nicht ansprechen dürfen (Kontakt zwischen Männern und Frauen, die nicht verheiratet oder verwand sind, ist verboten), aber wir wollten uns natürlich den Gepflogenheiten anpassen und Anne setzte unverzüglich (und leicht eingeschüchtert) ihr Kopftuch auf. Dies sollte aber der einzige Zwischenfall dieser Art bleiben.
 
       
  Zain   Rennstrecke
       
  Audi S6   Felsen in der Wüste
       
 

Einen weiteren Vormittag verbrachten wir auf dem sog. Prinzessinnen-Suq, einer Art Flohmarkt, wo die einmalig von Prinzessinnen getragenen Kleider für wenig Geld verkauft werden. Eine wahre Fundgrube für unsere Mädels! Danach gings nochmal zum Gold-Suq, wo wir wie auch schon beim letzten Mal kaum aus dem Staunen heraus kamen. Weitere interessante Infos zu den Suqs gibt es hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Suq
 
  Kleider   noch mehr Kleider
       
  in Riad   vor dem Museum
       
  Türkisches Essen
   
 

Nach zwei weiteren Tagen, die wir fast ausschließlich mit sonnen, schwimmen, essen und faulenzen verbrachten, folgte dann endlich unser zweiter Auftritt im Kingdom Compound. Wir bereits im April fand er wieder in der großen Sporthalle statt. Diesmal waren bis auf wenige Ausnahmen keine einheimischen Saudis zugelassen, die Feier war nur für die ausländische Community gedacht. Wie beim Konzert in der Botschaft gab es vorher wieder ein üppiges Buffet (diesmal vom Hotel Riad Palace) und kurz darauf enterte das tanzwütige Publikum die Tanzfläche. Der Auftritt verlief ähnlich erfolgreich wie die Woche zuvor, nach 5 Stunden Live-Musik und 3 Zugaben gingen wir von der Bühne. Hier die besten Bilder
       
  Kabelsalat   Saudi Techniker
       
  Party   Rene Keyboard
       
  Auftritt   Take Two & The Ladies
       
 

Am nächsten Tag hieß es dann schon Abschied nehmen von Riad, denn es ging für uns nun über Al-Khobar nach Bahrain, von wo aus zwei Tage später unser Flug in die Heimat gehen sollte. Zum mittlerweile dritten Mal durchquerten wir die Wüste auf den 400km in die Ostprovisnz und hatten anschließend einen tollen Abend im wunderschönen Al-Rushaid-Compound. Auch hier haben wir schon einige gute Freunde gefunden und konnten diesen letzten Tag noch einmal richtig Sonne und Energie tanken.
   
  Al-Rushaid-Compound   Freunde
   
 

Und schließlich verbrachtens wir noch einen unvergesslichen Nachmittag im benachbarten Königreich Bahrain. Hier ist es ja für unsere Damen ein wenig einfacher: Sie brauchen sich nicht verhüllen und auch Auto fahren ist ihnen hier erlaubt. Wir genossen am Strand des Persischen Golfs dann auch mal einen Cocktail, denn im Gegensatz zu Saudi-Arabien ist dies hier nicht verboten. Ralf und Stefan von der Botschaft krönten uns diesen letzten Abend mit einem überaus leckerem Abendessen, zu dem wir eingeladen wurden, während neben uns im Wasser die fliegenden Fische zu tanzen begannen – besser hätte diese Reise nicht ausklingen können!
   
  Brücke nach Bahrain   Novotell
       
  Bahrain   Baden im Golf
       
  Ciat & Sebastian   Abendessen
       
  Stefan & Rene   Cita und Anne
   
 

Kurz nach 1 Uhr saßen wir wieder im Flugzeug nach Deutschland und konnten nicht fassen, wie schnell diese wunderschönen Tage vergangen sind. Es war einmal mehr ein unvergessliches Erlebnis und wir können uns nur nochmals bedanken bei allen Beteiligten für die schöne Zeit bei Euch im Königreich Saudi-Arabien!
   
  Flugzeug   Anne sagt Tschüss
   
  schlafen im Flugzeug   Luftbild
   
 
Eure Band Take Two & The Ladies: René, Sebastian, Cita & Anne
   
 
   

 

 

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