Die Thüringer René Schlothauer (30) und Sebastian Schwarz (29) treten in ganz Deutschland auf - und sogar jenseits des Bundesgebietes. Zum zweiten Mal spielt heute das verwandelbare Duo "Take Two" in der Deutschen Botschaft im fernen Saudi Arabien.
Was covert Ihr am liebsten?
Sting und Police
Zurzeit ist die Berliner Coverband "The BossHoss" sehr beliebt. Sie wandelt bekannte Songs in Countrysounds um. Und was macht Ihr?
Unser Anspruch ist es, die Songs eins zu eins wiederzugeben. Je näher am Original, um so besser. Bei den Liedern von Eros Ramazotti sind die Menschen immer sehr verblüfft - dabei kann ich nicht mal italienisch. Außerdem spielt Sebastian nicht nur genau so gut wie André Rieu, sondern sieht auch noch wie er aus.
Von Eros zu André: Das ist eine weite Spanne . . .
Wir spielen alles querdurch.
Seit wann gibt es "Take Two"?
Seit wir 14 Jahre alt sind, damals waren wir allerdings noch in der Schule. Ursprünglich waren wir ein fünf Musiker und hießen deswegen "Take Five".
Und seit wann könnt ihr von eurer Musik leben?
Etwa seit 2003. Das war auch das Jahr, wo wir bei der ZDF-Sendung "Die deutsche Stimme" mitgemacht haben und dabei ziemlich weit kamen. Da wir einen Vertrag mit dem Sender unterschreiben mussten, haben wir ein Urlaubssemester genommen, um uns der Musik ganz und gar zu widmen.
Was habt ihr studiert?
Musik! Und zwar in Kassel. Jetzt sind wir aber wieder ins gute Thüringen zurückgekehrt.
Wenn ihr nicht gerade unterwegs seid . . . Wie seid Ihr zu dem Auftrag in Saudi-Arabien gekommen?
Eigentlich haben wir dafür keinen Finger krumm machen müssen. Die Botschaft ist auf uns aufmerksam geworden - vermutlich übers Internet.
Reicht ein guter Internetauftritt, um gebucht zu werden?
Wenn man die dazu passenden Referenzen hat, schon. Wir können Einiges vorweisen und haben sowohl für den Kinderkanal in Erfurt, den Robinsonclub in Österreich als auch für einen Betrieb in Mühlhausen gespielt. Bereits zum zweiten Mal treten wir jetzt in der Deutschen Botschaft in Riad auf. Mit uns haben die Diplomaten in den Mai getanzt, jetzt werden sie das Oktoberfest feiern.
Im November?
Im Oktober hätte sich das Fest mit dem Ramadan überschnitten. Das wäre ein diplomatisches Fauxpas gewesen, wenn die Deutschen und ihre Gäste tanzen und speisen, während das ganze Land enthaltsam lebt. Bei den sommerlichen Temperaturen ist aber egal, ob im Oktober oder im November gefeiert wird. Hauptsache, es wird getanzt.